Eigentlich bin ich geprüfte Goldschmiedegesellin. Aber Mitte der 80er-Jahre
habe ich mich im "Museum of American History" in Washington D.C.
an einem nicht sonderlich aufregenden Stückchen English Paper Piecing
Patchwork von der very First Lady of USA, Martha Washington, unheilbar infisziert.
Seither mache ich Patchworks aller Größen, vom Topflappen bis
zur Dop¬pel¬bett¬decke, bevorzuge Scrapquilts und adaptiere
klassische Muster für meine Zwecke. Seit es "Quiltcat" gibt,
schrumpft die Anzahl meiner UFOs rapide.
Ich habe zwar keine Katze (wie offenbar 98% aller Patcherinnen), weil ich
allergisch darauf bin, aber ich habe ungefähr 3000 verschiedene Stoffe
vom 0,5"-Hexagon bis zum 10 Meter-im-Ganzen-Stück in meinem Lager,
so daß ich problemlos auch am Samstag¬abend ein neues Projekt
starten kann. Ich werde grantig, wenn ich ein paar Tage hinter¬ein¬ander
nicht zum Nähen komme (das fällt schon unter Suchtverhalten).
Außerdem bin ich auch noch eine von neun "Patchworkschwestern".
Meine Brötchen verdiene ich als Pfarrsekretärin der Piaristenkirche
in Wien-Josefstadt.