Seit 1996 patchworke ich aktiv und bewusst. Meine erste Decke entstand allerdings bereits 1976/77, als ich als Schülerin der Hauswirtschaftsschule die Reste des Kleidermachens meiner 20 Mitschülerinnen vom Boden aufsammelte. Damals noch Quadrate in englischer Technik, übers Papier geheftet und mit der Hand zusammengenäht, hat sich bis heute die Verarbeitung der Stoffe auch bei mir geändert. Von amerikanischen Zeitschriften (die unser Dorfkramer verkaufte!) inspiriert, konnte ich mir viele Techniken selbst aneignen. So entstanden und entstehen große Decken, Kissen und andere praktische Dinge für den täglichen Gebrauch, die meist – wie kann es anders sein – verschenkt werden. Zu Beginn waren es hauptsächlich Dirndlstoffe – neue, wie gebrauchte; jedoch leistete ich mir später die schönen Patchworkstoffe, die im Versand und auch in einem Laden bei uns in Salzburg angeboten wurden. Da man bekanntlich von diesen ja nicht genug besitzen kann, hat sich mein Stofflager inzwischen auf ungeahnte Dimensionen vergrößert, das ich auch, wenn das menschliche Durchschnittsalter 200 Jahre wäre, nicht verbrauchen könnte. Seit 1995 leite ich in Hallwang eine Handarbeitsrunde, bei der ich versuche, auch den Patchworkvirus zu verbreiten, und muss feststellen, dass schon einige Damen davon infiziert wurden. Die österreichweiten und auch internationalen Kontakte, die ich durch meine Mitgliedschaft und auch mein aktives Mitwirken bei der Gilde habe, möchte ich nicht mehr missen.